Über GH und Crested


 

 

Glatthaar und Crested
Das Glatthaarmeerschweinchen ist das beliebteste Ausstellungstier und die Rasse, mit den weltweit meisten anerkannten Farbschlägen der verschiedenen Standards.    
 
Glatthaar sind neben den Rosetten auch die Meerschweinchen, die am häufigsten im Zoohandel angeboten werden. Dabei handelt es sich jedoch meist um Mischlinge bzw. sogenannte „Hausmeerschweinchen“. Sie haben schmale Köpfe mit spitzen Nasen und halb oder ganz stehenden Ohren sowie einen schmalen Körper. Solche Hausmeerschweinchen sind mit der Eleganz und Schönheit eines Glatthaar-Rassemeerschweinchens nicht vergleichbar. 
Ein Glatthaar besticht durch einen großen, kräftigen Körperbau, einen wohlgeformten Kopf, große Augen, große hängende Ohren und einem weichen glänzenden Fell. Der Glanz verleiht dem Glatthaar eine gewisse Eleganz. Sie werden auch als  Normalhaarmeerschweinchen bezeichnet. Ursprünglich kamen die ersten Glatthaartiere bereits im 16. Jahrhundert von Südamerika nach Europa. Glatthaarmeerschweinchen gibt es bereits in unzählig anerkannten Farben und Farbzeichnungen.
Typ und Bau stehen bei dieser Rasse im Vordergrund. Das Zuchtziel liegt in einem großen kräftigen Körperbau, breite Schultern und einem insgesamt geblocktem Erscheinungsbild. Der Kopf sollte harmonisch geformt und das Nasenbein gebogen sein. Die Köpfe sollten aus gesundheitlichen Gründen nicht zu stumpf und kurz sein. Die Ohren sollten schön hängen, groß und faltenfrei sein. Das Fell sollte dicht und gleichmäßig lang am Körper anliegen und keinerlei Wirbel oder Haareinpflanzungen zeigen. Die Haarlänge sollte 3cm nicht überschreiten. Die Farbe ist bei einem Glatthaar ein ebenso wichtiges Beurteilungskriterium und sollte gleichmäßig, ohne Schattierungen oder andersfarbige Haare sein. Die Unterfarbe sollte möglichst nicht von der Deckfarbe abweichen.
Kleine Glatthaarbabys werden mit einem glänzenden Babyfell geboren und fühlen sich wunderbar seidig weich an. Direkt nach der Geburt lässt sich die Kopfform am besten beurteilen. Passt der Daumen zwischen die Augen, deutet dies auf eine vielversprechende Kopfform. Im Jungtieralter durchlaufen die Kleinen mehrere Wachstumsphasen in denen sich Breite und Länge der Köpfe manchmal ungünstig für eine Beurteilung zeigen und sich später dennoch typvoll entwickeln. Der Fellwechsel zum Erwachsenenfell geht über einen Zeitraum von mehren Monaten vonstatten und das einzelne Haar wird insgesamt kräftiger und sollte sich dann im Erwachsenenfell zart anfühlen. Als Fehler gelten bei den Glatthaar, wie auch bei den Crested sichelförmig abstehendes Fell unterhalb der Ohren und Wangen, was als Kiemen bezeichnet wird.   
Crested
Die Krönchenträger unter den Meerschweinchen - und ich glaube, sie wissen ganz genau, dass sie mit ihrer Krone etwas besonderes sind. Unter einem Crested versteht man ein Glatthaar, wie oben beschrieben, mit einer Stirnrosette. Die Stirnrosette wird auch als Krone oder Schopf bezeichnet und Cresteds auch als Schopfmeerschweinchen bezeichnet. Sie wurden erstmals in Nordamerika gezüchtet und kamen 1972 über Kanada nach Europa.  
  
Crested gibt es als „Englisch Crested“ und "American Crested", beide unterscheiden sich lediglich in der Farbe der Krone: Die Krone des Englisch Crested zeigt die gleiche Farbe wie das übrige Fell, bei dem American Crested ist die Farbe der Krone immer weiß, was sich von beiden als die schwierigere Zuchtvariante erweißt. Die Krone sollte bei allen Cresteds ein gleichmäßig rundes und dichtes Zentrum zeigen und in einem gedachten Viereck zwischen Augen und Ohren platziert sein. Als Fehler gelten bei den Glatthaar und Cresteds sichelförmig abstehendes Fell unterhalb der Ohren und Wangen, was als Kiemen bezeichnet wird.    
 
Kommen kleine Cresteds zur Welt ist das Krönchen noch etwas strubbelig. Die Augen und das Gesicht wirkt zusammen gekniffen, als hätten sie in eine Zitrone gebissen, aber auch daraus werden große Kulleraugen und süße Gesichter mit Krönchen :-)
 

**Quellen: Thea Paar ** MFD BD eV ** OMNC**RMZ von Henrichenburg** Fotos teddy-meeries**Copyright martina franzreb teddy-meeries.de**